Ein Reisebericht zur Assisi Rad-Pilgertour im Mai 2010
Assisi Rad-PilgerTour - Wir durften dabei sein!
Wir sind am 9. Mai 2010 in Assisi angekommen!
Assisi Radtour - 1. Mai 2010
Assisi Radtour - 1. Tag
Samstag, 1. Mai 2010
Abfahrt um 8:00 in Oed
Nachdem Kaplan Torsten den Segen gespendet hatte, ging unsere Reise los. Teilweise mit gemischten Gefühlen fuhren wir in Richtung Markt Hartmannsdorf und nach Klein Mariazell. Eine kleine Pause, Zeit, um die Wallfahrtskirche zu besuchen und dann noch ein Gruppenfoto.
In Kirchberg hielten wir uns eine Weile bei Leitgeb Walter auf, der uns mit einem „kleinen Geist“ und mit Keksen stärkte.
Weiter ging es über Oberdorf wo sich unser vorangegangenes Training aufgrund der anspruchsvollen Strecke bereits bewährte. Der kleine Oberdorfberg hat’s schon in sich. Danach ging es zügig weiter in Richtung Leibnitz. In Oberhaag hielten wir zum Mittagessen. Alois, unser Begleitchauffeur und Gerda bereiteten uns ein sehr gutes Mittagsmahl. Danach kam es etwas härter. Der Radlpass lag vor uns. Trotzdem ihn einige schon öfters gefahren waren, konnten wir wieder nicht glauben, dass er doch so steil ist. Aber wir erreichten die Passhöhe und genossen die angenehme Abfahrt.
Unsere kräftigsten Radler waren bereits bei einer Bierpause, der sich die restlichen Fahre ebenfalls anschlossen.
Das Drautal lag im etwas dunstigen Sonnenschein und der Asphalt verlockte mich zu einer kleinen Sprintfahrt nach Lavamünd (ca 20km) bis zu unserem Nachquartier. Immer wieder von Kainz Gerhard gut motiviert, schoss ich mit ihm in das Drautal hinunter. Allerdings waren wir verwundert, dass es doch noch so weit war.
Wir gaben alles und es tat gut nach einem bereits langen Radltag noch so eine Leistung zu vollbringen. Die Ankunft im Gasthof in Lavamünd, ein Erfrischungsdrink und die gute Küche belohnten uns schließlich.
Ob das Bett gut oder schlecht war konnten wir nicht mehr sagen.
Assisi Radtour - 2. Mai 2010
2. Tag
Sonntag, 2. Mai 2010
Nach einem ausreichenden Frühstück vom Buffet traten wir die zweite Etappe an. Es war düster, und sah nach Regen aus. Zum Radeln war das aber ganz angenehm.
Heute befuhren wir den viel gepriesenen Drauradweg. Wunderschön lagen die im Sonnenschein blühenden Streuobstwiesen, vorbei an kleinen Dörfern und Siedlungen, mal links mal rechts ausschweifend führte der Weg durch eine malerische Landschaft und lud zum Verweilen ein.
Doch wie bekannt: Unser Weg ist noch sehr weit und wir fuhren weiter unserem Ziel entgegen. Am Völkermarkter Stauseehafen erwartete uns Alois mit frischen Äpfeln und Wasser für die weitere Tour.
Entlang des Stausees bergauf und bergab, ging die Tour schließlich an den Dämmen der Drau vorbei und führte durch die Auen immer Fluss aufwärts. In Ferlach trafen wir wieder unser Verpflegungsteam. Gerda hatte für uns wieder ein ausgezeichnetes Sonntagsmenü gezaubert.
Die Mittagspause war vorbei und wir fuhren weiter. Durch Ferlach, der Büchsenmacherstadt und weiter durch das Rosental. Es waren bereits Nachmittag und es waren noch ein paar Berge zu bewältigen. Einmal rauf, einmal runter. So ging es immer dahin. Endlich erreichten wir den Faaker See, wo wir unser Quartier bezogen. Nach einem vorzüglichen Abendessen, genossen wir wieder die wohlverdiente Nachruhe.
Assisi Radtour - 3. Mai 2010
Assisi Radtour - 3. Tag
Montag, 3. Mai 2010
Jeder Tag beginnt immer mit einer schlechten Marotte, dem Aufstehen. Heute fiel es nicht leicht! Nach einen sehr guten Frühstück ging es uns allen besser. Bei leichtem Regen fuhren wir gestärkt los. Unser Tagesziel: San Daniele.
Mal begleitete uns leichter, dann wieder stärkerer Regen bis zur Grenze Thörl-Maglern. Dann wurde der Regen zunehmend heftiger und hinzu kam die Kälte, was unseren Abschnitt heute nicht sehr komfortabel gestaltete.
Unsere Strecke führte uns bis nach Tarvis hinauf und dann über das Kanaltal wieder bergab.
Und endlich trafen wir auf Alois mit dem Begleitbus, der einen guten Tee mit Schuss zubereitet hatte und uns wieder Wärme einhauchte. Zusätzlich sorgte die heiße Suppe von Gerda für Wohlbefinden und wir konnten wieder weiter radeln.
Hartnäckiger Regen begleitete uns weiterhin. Mal kam mehr Nass von oben und es schüttete richtig mal weniger. Allerdings war es wärmer geworden.
Die Witterung hatte insofern sein Gutes, da wir ein rasches Tempo vorlegten und dadurch auch früh bei unserem Hotel ankamen, in dem wir heute nächtigen.
Es liegt auf einer Anhöhe mit Aussicht auf San Daniele, was für die Anstrengung des Tages doch ein wenig entschädigte.
Für den morgigen Tag bleibt die Hoffnung dass es wieder trocken wird!
Assis Radtour - 4. Mai 2010
Assisi Radtour - 4. Tag
Dienstag, 4. Mai 2010
Das Hotel in San Daniele offerierte mit seinem Gourmetrestaurant hervorragende Spezialitäten der Region und ausgezeichneten Wein. So kann man sich in die Region vorzüglich einleben. Gut, dass wir heute wieder weiterfuhren, sonst würden wir ein paar Kilos zunehmen.
Nach einem ebenfalls ausgezeichneten Frühstück mit San Daniele Schinken und gut gestärkt, verpackten wir das Gebäck und hielten unsere Morgenandacht. Bei drüben Wetter ging die Fahrt los und bereits im Tal waren die ersten Regentropfen auch da. Wir zogen unsere Regenkleider an und es hörte wieder zu regnen auf. Doch etwas später kam der Regen ergiebig wieder und begleitete uns fortan.
Vorbei an den vielen Schinkenhallen, durch üppige Vegetation, blühende Akazienbäume und Getreidefelder die bereits Ehren angesetzt haben. Weingärten zogen unser Interesse auf sich, deren Weinstöcke eher wie Weinbäume aussahen. Und nicht zu vergessen, die immer wieder schön anzusehenden italienischen Herrenhäuser.
Über San Giorgio, Zoppola und durch die Friulische Ebene ging es in die Provinz Veneto. Nachdem wir das Flussdelta der Piave überquert hatten kamen wir in etwa in die Höhe von Treviso. Unsere wiederum sehr anstrengende Fahrt endete heute in Paese. Inzwischen kommen wir mit der feuchten Witterung recht gut zurecht und haben auch das Trocknen unserer Kleidung voll im Griff. Das Abendessen erwartete uns im nahe gelegenen Club Spaghetti.
Heute legten wir 112 Km im Regen zurück.
Assisi Radtour - 5. Mai 2010
Assisi Radtour - 5. Tag
Mittwoch, 5. Mai 2010
Das Abendessen gestern war wirklich vorzüglich. Eine große Auswahl verschiedenster Nudel und Fischgerichte, einfach herrlich. Und wir konnten uns nach diesem anstrengenden Tag ordentlich ausruhen.
Heute Morgen hatten wir gut gefrühstückt und voll frischen Mutes ging es in den neuen Tag. Abfahrt:8:30 nach der Morgenandacht.
Der Weg führte uns an vielen Gräben und Kanälen und an schönen italienischen Häuser, die man schon als kleine Paläste bezeichnen kann, vorbei. Anfangs begleitete uns immer wieder leichter Regen, der uns mittlerweile nichts mehr ausmachte. Dennoch war das Wetter schon viel besser: Es regnete nicht durchgehend. Kreuz und quer ging es durch das Land auf Nebenstraßen, wo einmal mehr und einmal weniger Verkehr war. Wir fuhren an Flüssen entlang und überquerten sie teilweise.
Auch an diesem Tag hatte Alois wieder einen besonderen Platz für unsere Mittagspause gefunden. Wir genossen die Umgebung mindestens so sehr, wie das Mittagessen selbst. Ganz besonders möchte ich wieder unsere Gerda hervorheben die uns wieder ein herzhaftes Mahl zubereitet hatte und dazu auch Wein reichte. Wir danken Dir. Es war ein Genuss!
Lud uns der Platz auch noch so zum Verweilen ein, so mussten wir unseren Pilgerweg fortsetzen. Auf ging es! Das Wetter war uns gnädig und schon bald konnten wir unsere Regenschutzbekleidung ablegen. Es war einfach schön im Sonnenschein durch dieses weite Land zu radeln.
Hoch oben auf den Dämmen zu fahren ermöglichte uns eine tolle Sicht über die Ebene die teils mit Lagunen, Feldern, weiteren Dämmen und Dörfern malerisch vor uns lag. Es ist ein Mix aus Landwirtschaft und Industrie. Die Routen und Wege sind sehr gut ausgewählt, und es machte uns wirklich großen Spaß zu radeln.
Nachmittags kamen wir an eine kurzen Abschnitt, wo die Straße gesperrter war. Die Strecke war fertig gestellt aber offensichtlich noch nicht geöffnet. Ungeniert nutzten wir die Gunst der Stunde und brausten auf bestem Untergrund dahin. Am Horizont war die Stadt Chioggia zu sehen und davor die Lagunen. Ein fürs Auge wohltuender Ausblick. Noch einmal erwischte uns der Regen, doch wir konnten rasch unterstehen und so blieben wir trocken.
Gegen17:00 Uhr erreichten wir unser Hotel. Sehr nobel und schön. Ein ausgezeichnetes Abendessen und bester Wein rundeten unseren Tag hervorragend ab. Die Nach konnte kommen, die Müdigkeit war schon da.
Wir legten heute 103 km zurück.
Assisi Radtour - 6. Mai 2010
Assisi Radtour - 6. Tag
Donnerstag, 6. Mai 2010
Es war bewölkt und die Sonne schien. Endlich kein Regen mehr. Nach der Räderpflege und unsere alltäglichen Morgenandacht ging es wieder los.
Zuerst entlang der via Roma über die zwei Flüsse, dann endlich wieder auf die Seitenstraßen. Wieder begleitet und ein wunderschöne Landschaft: Pinienalleen, Dämme, und Felder wechselten sich mit den schönen Häusern und Kastelle ab.
Die Stimmung war sehr gut. Kurz wurden wir von einer Reifenpanne, einem „Patschen“ , aufgehalten. Aber technisch sind wir gut drauf und so ging es bald weiter.
Wir radelten an Mesola vorbei bis nach Lido di Volano wo wir dann das erste Mal so direkt am Meer waren. Ein tolles Gefühl: Das Meerrauschen, die Wellen, die Sonne …. Urlaubsstimmung pur. Aber unser Auftrag ist ein anderer und so führte unser Weg weiter.
Entlang der Lidos fuhren wir bis nach Porto Garabaldi. Dort hatten wir Gelegenheit beim Muschelfischen zuzusehen. Nur noch ein kurzes Stück trennte uns bis zum Mittagessen in Comacchio.
Die Zeit die uns noch blieb nutzten wir, um eine beeindruckende Tour durch Klein Venedig zu machen. Wir sahen Brücken und Häuser unter denen und zwischen denen sich die Kanäle durchzogen wie im uns bekannten großen Venedig.
Inzwischen war unser Mittagessen fertig. Gerda und Alois verwöhnten uns wieder nach bester Manier.
Über die Argine Agosta ging es weiter. Wir waren kaum mit Straßenverkehr konfrontiert aber dafür macht uns Gegen- und Seitenwind zu schaffen. Trotzdem kamen wir gut voran.
Und natürlich durfte eine Pause in einem kleinen Gasthaus nicht fehlen. Gestärkt fuhren wir durch das landwirtschaftlich genutzte Land und vorbei an den dazugehörigen Bauernhöfen. Wir setzten mit einem Fährschiff über und kamen Ravenna immer näher.
Eine lange, gerade Straße motivierte uns immer wieder im Hochgeschwindigkeitestempo zu radeln und Ruck Zuck waren wir bei unserer nächtlichen Bleibe angekommen.
Wieder waren wir in einem sehr schönen Hotel untergebracht und genossen unseren Aufenthalt. Mit einem Shuttletransfer fuhren wir in die Altstadt von Ravenna wo wir noch eine nächtliche Besichtigungstour einlegten und zu Abend aßen.
Güße an alle Daheimgebliebenen!
Assisi Radtour - 7. Mai 2010
Assisi Radtour - 7. Tag
Freitag, 7. Mai 2010
Nach einer angenehm geruhsamen Nacht in unseren Luxuszimmern des Holiday Inn ging die Fahrt wie gewohnt weiter. Heute fuhren wir eine kürzere Strecke. Der Nachmittag sollte uns zur Erholung dienen.
Langsam bewegten wir uns durch die Stadt Ravenna. Mit dem Rad durchzukommen ist nicht einfach. Die meisten Wege sind nur für vierspurige Fahrzeuge ausgerichtet. Am Stadtrand, in Classe, besuchten wir die kunstvoll ausgestattete Kirche St Apollinare. Wir musste dann weiter über eine stark befahrene Autostraße bis wir endlich auf Seitenstraßen kamen. Unsere Gruppe kam rasch voran. Oft fuhren wir ganz nahe am Meer entlang, dann durch die Feriendörfer Cesenatico, Valverde bis nach Bellaria zu unserem Hotel. Dort wurden wir schon von den Wirtsleuten erwartetet.
Alois hatte schon unser Gebäck ins Haus gebracht. Nach einer Dusche bekamen wir ein sehr gutes Mittagessen. Danach nutzten einige die Zeit für ein Mittagsschlaferl, andere wieder gingen schwimmen. Das Meer war noch recht kühl mit 15,6C° etwas weiter draußen, aber es machte großen Spaß.
Wir hatten auch Gelegeheit für einen Stadtbummel. Aber schneller als wir dachten, war auch der Nachmittag vorbei.
Barbara und Gerda hatten sich noch Überraschung ausgedacht. Sie waren der Meinung, man sollte die Tracht des Heimatlandes auch im Ausland tragen holten Dirndl hervor und begrüßten die Hoteliers in Festtagskleidung. Alois und ich hatten davon gewusst und waren mit Lederhosen und Vulkanland-Anzug ausgestattet. Die Überraschung war für alle groß und dementsprechend bewundert wurden wir auch.
Zu später Stunde mussten wir dann doch wieder ins Bett. Der morgige Tag hielt eine Bergtour für uns bereit.
Wir grüßen Euch herzlich!
Assisi Radtour - 8. Mai 2010
Assisi Radtour - 8. Tag
Samstag, 8. Mai 2010
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg. Es ging am Strand von Bellaria entlang bis nach Torre Pedrera (Rimini). Nun hieß es Abschied nehmen vom Meer.
Unsere Tour führte uns heute wieder durch das Landesinnere zurück und stets bergauf. Über Satarcangelo, Poggio Rerni und Richtung Sansepolcro waren wir unterwegs. Immer wieder hatten wir Aussicht auf San Marino und San Leo. Wir kamen zügig voran. Die Straße war gut gewählt und hatte eine Steigung, die angenehm zu bewältigen war. Umgeben von einer reizvoll blühenden Landschaft radelten wir dahin. Auf jeder Anhöhe stand ein altes Gehöft oder kleines Schloss.
Bis zum Mittagessen hatten wir schon 70 km hinter uns gelassen und 700 Höhenmeter bewältigt. Für den Nachmittag blieben uns noch 200 Höhenmeter. Diese waren dann etwas schwieriger zu bewältigen, da uns Gerda wieder mit ihrem guten Essen verwöhnt hatte und die Mägen gefüllt waren.
Doch wir erreichten den Pass auf fast 1000 Meter Höhe und es war ein gutes Gefühl angekommen zu sein. Wir gönnten uns einen kurzen Aufenthalt bevor wir die Talfahrt antraten. Über die Landschaft und die Ausblicke, die wir genossen könnte ich immer wieder ins Schwärmen verfallen.
In Sansepolcro angekommen fuhren wir durch eine beeindruckende Pinienallee, die aus alten Bäumen bestand, bevor wir das Hotel erreichten. Ein wunderschönes 4*Hotel mit tollen Zimmern erwartete uns. Das dazugehörige Restaurant war liebevoll gestaltet und verwöhnte uns mit Spezialitäten der Toskana. Wir speisten wieder vorzüglich.
Vorfreude auf Assisi machte sich mehr denn je breit. Der morgige Tag war unser letzter auf der Tour.
Wir haben heute 103 km zurückgelegt und 1059 Höhenmeter bewältigt.
Assisi Radtour - 9. Mai 2010
Assisi Radtour - 9. Tag
Sonntag, 9. Mai 2010
Das Aufstehen fiel uns heute besonders schwer. In so schönen Zimmern zu schlafen tat Körper und Seele gut. Doch nichts desto Trotz, unser Pilgerweg ist noch nicht zu Ende. Es war nebelig und nicht sonderlich warm. Was uns wiederum motivierte rasch in die Pedale zu treten.
Über San Giustino in Richtung Zitta di Castello fuhren wir noch einen Tag durch die prachtvolle Landschaft der Toskana. Einfach zum Verlieben. Wieder auf jedem Berg ein kleines Schloss ein Herrenhof, meist mit Pinienalleen gesäumte Zufahrten. Einzigartige Stimmungsbilder, die wir ins uns aufnahmen. Ein malerisches Dorfensemble in der Vorstadt von Umbertice lud ein, einfach nur nur zu Schauen und Eindrücke zu sammeln. Das schon mit Ungeduld erwartete Ziel rückt auch näher.
Vorbei an Bosco über einen Seitenweg umfuhren wir das Ballungszentrum von Perutgia wo uns der starke Straßenverkehr davon abhielt durch die Stadt zu fahren. Auf unserem Weg waren wir alleine und ungestört unterwegs. Kein Straßenlärm, nur Ruhe die Weite der Landschaft. Wunderschöne rote Mohnfelder erstreckten sich vor uns, immer wieder Pinien und blühende Wiesen zierten die Landschaft. Und dann ließ die erste Hinweistafel auf Assisi unsere Herzen höher schlagen. Nur noch 16 km trennten uns von unserem Ziel.
Wir hielten eine letzte Mittagspause im Freien ein und genossen das vorzügliche Mittagsmahl, zubereitet von Gerda und Alois.
Heute war Muttertag und das war auf Anregung von unserem Julius ein Anlass, dass den Abwasch heute die Herren übernahmen. Nach getaner Arbeit und etwas Zeit zur Erholung setzten wir unsern Weg fort.
Der erste Blick auf Assisi löste ein Gefühl der Zufriedenheit aus und innere Wärme machte sich breit. Die Aussichten auf Assisi wurden schöner je näher wir kamen. Und endlich kam die letzte Steigung, wir fuhren auf den Berg, auf dem Assisi liegt, hinauf und waren angekommen! Unsere lange, teils beschwerliche Radtour war zu Ende und wir Pilger waren angekommen. Wir waren voller Freude und umarmten uns!
Wir zogen uns lange Hosen an und gingen zum Grab vom Heiligen Franziskus in die Krypta. Julius motivierte uns trotz der Hinweistafeln auf denen um Ruhe gebeten wird und trotzdem Aufseher anwesend waren, Hände haltend im Kreis um die Statue des Heiligen Franziskus herumzugehen und ein Vaterunser zu singen. Niemand regte sich auf. Wir alle waren tief ergriffen und es kamen Gefühle in uns hoch über die man hunderte Seiten erzählen könnte aber man keine Worte findet. Wir nahmen uns die Zeit, jeder für sich, um dem Heiligen Franziskus zu danken und die vergangenen erlebnisreichen Tage Revue passieren zu lassen.
Danach besuchten wir die Oberkirche, in der Darstellungen vom Leben Franziskus zu sehen sind. Anschließend machten wir ein Gruppenfoto und fuhren durch die wunderschöne Altstadt von Assisi bis zu unserem Hotel.
Eine kleine Gruppe von uns koppelte sich aus und fuhr mit dem Rad noch in die Einsiedelei.
Heute hatten wir wieder ein tolles Hotel gebucht. Es bot eine angenehm einladende Atmosphäre mit sehr freundlichem Personal und es ist ein Haus mit familiärem Charakter das nicht weit von der Stadt liegt. Und wie die Italiener sagen würden: Das Essen war „perfetto“.
Assisi Radtour - 10. Mai 2010
Assisi Radtour - 10. Tag
Montag, 10. Mai 2010
Nach einer erholsamen Nacht erwartete uns ein ausgezeichnetes Frühstück. In unserer morgendlichen Frische fuhren wir mit dem Bus nach Santa Maria degli Angelo zur Portsjunkola Kapelle, die mit einem Dom überbaut wurde.
Anschließend fuhren wir zum Franziskanerkloster San Damiano, das unterhalb von Assisi liegt. Mit einer anderen Gruppe gemeinsam durften wir einen deutschsprachigen Gottesdienst feiern und besichtigten danach das einfache Kloster. Zu Fuß gingen wir wieder hoch nach Assisi.
Bis 14:00 Uhr hatten wir freie Zeit zur Verfügung und dann erwartete uns eine Führung durch die wichtigsten Heiligtümer von Assisi. Die Stadt mit ihren vielen Kirchen, Häusern, Gassen und Gässchen ist beeindruckend. Gerda, Barbara und ich dienten immer wieder als Fotoobjekte. Wir waren in steirischer Tracht unterwegs, was offensichtlich auffiel.
Nach der Vesper bei den Franziskanern brachte uns Alois im Bus wieder zum Hotel zurück. Mit einem vorzüglichen Abendessen beschlossen wir den Tag. Danach war Kofferpacken für die Heimreise am nächsten Morgen angesagt.
Assisi Radtour - 11. Tag
Dienstag, 11. Mai 2010
Ausgeruht traten wir die allerletzte Etappe unserer Reise an. Die Koffer wurden im Bus verstaut und danach gab es noch ein gutes und ausgiebiges Frühstück.
Der Heimweg war unserer!
Es regnete durchgehend, was uns im Inneren des Busses nicht sonderlich störte. Wir hatten am Weg keine Verhehrsbehinderungen und kamen der Heimat rasch näher. Während der Fahrt besprachen wir unsere Erlebnisse und Eindrücke und waren damit so sehr beschäftigt, dass uns die Rückfahrt sehr kurz vorkam.
Viele Erlebnisse und Eindrücke reicher sind wir wieder gesund zu Hause angekommen.





























































































































