Mali Losinj Tour - 1. Tag


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Mali Losinj – 5.566 Höhenmeter in 6 Tagen

Sonntag, 29.5. 2011

133 km; 6 ½ Stunden am Rad, 736 Höhenmeter

 

7:45 Uhr Reisesegen mit Pfarrer Rosenberger in Oed bei fragollo reisen, vor dem Medjugorjekreuz.
8:00 Uhr Start in Richtung Edelsbach. Unser heutige Tourguide: Ernst
8:40 Uhr Stopp beim Bienenschaugarten Frühwirth in Edelsbach.

Manfred und Maria erwarteten uns bereits mit einem hervorragendem Joghurt-Erdbeer- und einem Honigkuchen, sowie einem (oder mehreren) Gläschen Met. Nach einer kurzen Besichtungsrunde durch den Bienengarten setzten wir wieder unsere Reise fort.

Diese führte uns über Straden bis nach Bad Radkersburg, wo wir Willi und Hans trafen. In der Parktherme wurden wir vom Chef zu einem guten Gläschen Schnaps eingeladen. Willi und Hans begleiteten uns noch bis nach Kricevizi pri Ljutomeru, wo wir das Mittagessen einnahmen. Von dort an trennten sich unsere Wege wieder, der Unsere führte nach Varaždin, einer wirklich sehenswerten Stadt. Nach dem Abendessen verließ uns unser Tourguide Ernst, und wir beschlossen noch durch die barocke Altstadt von Varaždin zu spazieren bevor wir uns zur Nachtruhe im Hotel Varaždin wieder einfanden.

 

Montag, 30.05.2011

132 km; 6 ½ Stunden am Rad, 483 Höhenmeter

 

7:00 Uhr Frühstück im romantischen Kellergewölbe des Hotels
8:00 Uhr Morgenandacht – heutiger Tourguide: Franz

Gleich in der Früh wollten wir allen, die nicht auf unserer nächtlichen Stadtrunde dabei waren, die wunderschöne Altstadt von Varaždin zeigen – wir drehten eine kurze Altstadt-Radrunde.

Nach 4 Stunden anstrengender Fahrt hatten wir uns das Mittagessen wohl redlich verdient. Wieder bei neuen Kräften traten wir noch einmal in die Pedale um am Abend Sisak zu erreichen. Eentlang der Save strampelten wir in einer sehr ruhigen und landschaftlich sehr schönen Gegend, eine gemütliche Kaffeepause direkt am Damm der Save war für alle ein schöner erholsamer Stopp.

In Sisak direkt an der Kupa, im Restaurant Gemma nahmen wir heute das Abendessen ein, bevor wir uns noch auf die Suche nach einem Eis machten, welches wir leider erst im Hotel fanden.

 

Dienstag, 31.5.2011

107 km, 5 Std. 40 Minuten am Rad, 982 Höhenmeter

Frühstück – Morgenandacht.

Gerda überprüfte noch schnell vor dem Start, ob alle ihr „Beautycase“ benützt haben und stellt fest, dass noch Nachholbedarf vorhanden war, Richard musste noch schnell geschminkt und gestylt werden.

Der heutige Tag zeichnete sich auch als sehr anspruchsvoll. Die Strecke war sehr gut gewählt. Einzig das für mich mager ausgefallene Training machte sich hier etwas bemerkbar. Langsam aber sicher erreichten wir alle unser heutiges Ziel.

Martin, der Sohn von Franz, erwartet uns bereits in Rastoke, da er unseren Busfahrer Alois abholen musste. Ab nun war Franz unser Busfahrer, und Franz übergab mir für die Orientierung das Navi.

Rastoke ein wirklich einzigartiger Ort, eigentlich vom Bild her nicht so vorstellbar, Wasser überall wo man hinsah, ein schöner Anblick, zwischen den Häusern die kleinen Wasserfälle. Diese Atmosphäre hat uns natürlich zu einem Bad eingeladen, es gab zwei Möglichkeiten, eine davon war die Slunjčica mit ca. 11°C und die andere die Korana mit ca. 16°C, Gerda und ich entschieden uns für die 2. Möglichkeit und es war herrlich, ein Froschkonzert der Sonderklasse hatte unser Schwimmen richtig zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht. Einige Männer aus unserer Gruppe (die „Bayern“) hatten sich für die 1. Möglichkeit entschieden. Uiiih, das war schon ein bisschen kalt. Als kleines Dankeschön und Anerkennung für das immer sehr gute Mittagessen bekam Gerda eine Rose von Manfred. Zum Abendessen wurden wir von 2 Kleinbussen in Rastoke abgeholt und zu einem nahegelegenen Restaurant chauffiert. Gespeist haben wir hervorragend, von dieser frischen werden wir noch lange schwärmen. Zurück in Rastoke genossen wir noch die Atmosphäre der Wasserfälle ein wenig bei Nacht auf der Terrasse von Petro.

 

Mittwoch, 1.6.2011

49 km, 3 Std. am Rad, 416 Höhenmeter

7 Uhr Abfahrt zum Frühstück wieder im nahegelegenen Restaurant, anschließend Rundgang in Rastoke mit unserer Reiseleiterin Maria, sie zeigte und erklärte uns die einzelnen Wasserfälle und präsentierte uns eine Mühle, in der noch immer Mehl gemahlen wird und erzählte uns einiges über den Ort und der Region. Als wir zum Bus zurückkamen, gab e seine Überraschung, dort erwartete uns bereits Onkel Ernst und Ingrid.

Bevor wir um 10 Uhr wieder mit dem Rad starteten hielten wir noch eine kurze Morgenandacht. An diesem Tag ging es ganz gemütlich über das Almengebiet bis nach Ogulin. Wunderbare Blumenwiesen zierten unsere Wegstrecke.

In Ogulin angekommen drehten Rudi, Herman, Gerda und ich noch eine Stadtrunde, um zu erkunden, was es noch Sehenswertes gibt. Doch dann kam der Regen. Die Nacht verbrachten wir in einem vor kurzem renovierten, bereits über 600 Jahre alten Hotel, welches direkt neben Frankopans Schloss liegt. Ein wirklich schönes Ambiente. Auch den Weinkeller hatten wir noch kurz ausprobiert, leider gab es noch einen ungebetenen Gast, der nicht ganz in unsere Runde passte: „der Ehrenbürger der Schweiz“.

 

Donnerstag, 2.6.2011

110 km, 6 Std. 50 Min am Rad, 1560 Höhenmeter

 

7 Uhr Frühstück, 8 Uhr Morgenandacht und dann hieß es Abfahrt bei Regen, keiner der Radler hatte wohl daran gezweifelt, diesen Tag nicht am Rad zu verbringen, alle standen bereits in Regenbekleidung bereit zur Abfahrt. Dieser Tag wurde anstrengend, trotz ziemlich gleichmäßigen, nicht all zu starkem Regen führte uns unsere Tour vorbei am Klek, der leider in einer Nebelwand eingehüllt war. Belohnt wurde unser mühsamer Aufstieg mit einer wunderbaren Talfahrt, vorbei an Wiesen mit Schafherden und Pferdeherden, wunderbaren Blumenwiesen bis hin zum Meer. Ein herrlicher Anblick, einfach zum Genießen und wieder Kraft zu tanken.

Bereits bei der Mittagsrast schien wieder die Sonne und unsere Route führte uns über die Stahlbeton-Bogenbrücke Krčki most nach Krk. Ein wunderbares Panorama. Hurra wir hatten mit dem Rad die 1450m lange Brücke überquert, ein tolles Gefühl. Nun ging es der Hauptverkehrsader bis nach Malinska. Aufgrund eines „schleichenden Reifenplatzers“ von Gerhard legten wir einen kurzen Zwischenstopp ein. Beim Hotel angekommen stand noch eine Runde Schwimmen bei Sonnenuntergang am Programm bevor wir uns zum wohl verdienten Abendessen im Hotel trafen.

 

Freitag, 3.6.2011

89 km, 5 ½ Std. am Rad, 1389 Höhenmeter

 

Heute war bereits um 6 Uhr Schwimmen im Meer angesagt, es war deutlich frischer als am Abend zuvor, aber den Sonnenaufgang ließen wir uns nicht entgehen.

7 Uhr Frühstück – 8 Uhr Morgenandacht und Abfahrt zur letzten Radleretappe in Richtung Fähre. Alles klappte wunderbar – wir kamen rechtzeitig zur Fähre. Franz und seine Helfer mussten Akkordarbeit hinlegen, um die Fahrräder im Hänger zu fixieren und ab gings auf die Fähre nach Cres. Dort angekommen, radelten wir vorerst mal 11 km bergauf, 3 tapfere Bayern haben eine „Abkürzung“ genommen nach “ dobro došli“, was so viel bedeutet wie herzlich willkommen. Nach einer sehr strapaziösen, schweißtreibenden Etappe erreichten wir über eine befahrbare Drehbrücke die Insel Lošinj. Kurz vor der Stadt Mali Lošinj befindet sich der Privlaka-Kanal, welcher Lošinj zweiteilt, dort befindet sich abermals eine Drehbrücke , über die wir noch mit etwas Schwung endlich alle etwas erschöpft Mali Lošinj erreichten. Unsere Müdigkeit war jedoch gleich verfolgen, als wir das Zielfoto im Kasten hatten.

In Mali Lošinj angekommen, suchten wir mit Hilfe des Kellners vom Café Mocca eine Kirche für unsere Danksagung, dass unsere Rad Pilgertour ohne ernste Zwischenfälle verlaufen ist. In der Kirche des Heiligen Nikolaus (aus dem Jahre 1857, dem Heiligen Nikola gewidmet, dem Bischof und dem Schutzpatron der Seefahrer und Reisenden) beteten 4 einheimische Frauen gerade den Rosenkranz, wir durften sie für unser Gebet kurz unterbrechen und versammelten uns vor dem Altar im Kreis, reichten uns die Hände und sangen das Vater unser und Großer Gott wir loben dich. Wir gratulierten uns gegenseitig, dass wir alle gemeinsam unser Ziel erreicht hatten und die Strapazen gut überstanden hatten. Es flossen viele Freudentränen. Im Hotel angekommen verstaute Franz gleich mit ein paar tüchtigen Helfern unsere Fahrräder im Radanhänger. Ein schönes Gefühl überkam uns, auch heuer wieder diese doch eher etwas anspruchsvolle Tour gut gemeistert zu haben.

Im Hotel Aurora wartete bereits das Abendessen in Buffetform auf uns und anschließend nach einem kurzen Spaziergang am Meer – die Tanzmusik auf der Terrasse.

 

Samstag. 4.6.2011

Um 9 Uhr nach einem ausgiebigen Frühstück chauffierte uns Franz mit dem Bus zum Heiligtum am Prdbo Malin. Wir erreichten nach einem Stück Fußmarsch das Heiligtum. Alle waren gespannt, was uns dort erwarten wird, da vorher noch keiner aus der Gruppe dieses Heiligtum kannte. Angekommen, warfen alle einen Blick durch die versperrte Glastür in den kleinen runden Raum, um zu sehen, was sich darin verbirgt - und dann - kehrte Ruhe – ja richtige Stille - ein. Jeder suchte sich ein Platzerl, wo er ganz für sich sein konnte. Seine Gedanken, Sorgen, Danksagungen und Bitten ganz persönlich an Maria richten konnte. Nach dieser Zeit der Stille versammelten wir uns im Kreis um gemeinsam zu beten und zu singen.

Zu Fuß kehrten wir wieder nach Mali Lošinj zurück, jeder konnte nun seinen Bedürfnissen nach gehen. Wobei wir uns, als hätten wir es vorher vereinbart, beim Kaffee Mocca alle wieder getroffen haben.

Am Nachmittag stand Sonne, Strand und Meer am Programm.

Das Abendessen war ein kulinarischer Hochgenuss. Damit uns unsere reichliche Mahlzeit nicht allzu sehr im Magen lag, stand noch ein nächtlicher Spaziergang nach Mali Losinj auf der Tagesordnung, um natürlich auch einmal Mali Lošinj bei Nacht zu erleben.

 

Sonntag, 5.6.2011

Frühstück, 9 Uhr Abfahrt in Richtung Heimat.

Die Heimreise traten wir mit dem Bus an. Wir staunten alle, als wir unsere Tour nun aus einer anderen Perspektive sahen und waren stolz, dies geschafft zu haben.

Danke Franz für die hervorragende Auswahl der Straßen und Hotels, wir werden noch lange an diese Tour zurück denken und freuen uns schon auf die nächste Radtour im Jahr 2012. 

Bericht von Barbara Leitgeb

 

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