Fotos zur Rad-PilgerTour nach Medjugorje 2010

fragollo Rad-PilgerTour Medjugorje 2010
fragollo Rad-PilgerTour Medjugorje 2010
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Reisebricht zur Rad-PilgerTour nach Medjugorje

Samstag, 29. Mai 2010 

Nach dem Reisesegen durch Kaplan Torsten begann unsere Fahrt vor dem Reisebüro fragollo in Oed 60. Vorerst fuhren wir unter stark bewölktem Himmel, in der Erwartung, dass es jeden Augenblick zu regnen beginnt. Allerdings änderte sich das bald.

Die erste Bergwertung erwartete uns schon in Markt Hartmannsdorf, wo wir über Paint nach Kleinmariazell (Eichkögel) fuhren. Wir hatten eine tolle Aussichten bis hin zum Schöckel, den Rabenwald und den Kulm. Weiter dann auch noch bis zu den Karawanken. Ein kurzes Grüß Gott bei der Gnadenmutter in Klein Mariazell, und schon ging es weiter in das Raabtal hinunter. Hinter Kirchberg wurden wir mit einer kleinen Bewirtung von Gerda und Barbara überrascht. Beide waren schon öfter bei unseren Touren dabei und sorgten immer wieder für unser leibliches Wohl. Auch der Bürgermeister von Kirchberg Florian Gölles begrüßt uns und wünschte eine gute Fahrt.

Entlang der Felder und Wiesen fuhren wir durch das Schwarzautal bis nach St. Veit am Vogau wo uns ein herrliches Mittagessen erwartete. Hier stießen auch die letzten Teilnehmer zu unserer Gruppe, die mit dem Rad aus Graz gekommen waren.

Gut gestärkt fuhren wir in Richtung slowenische Grenze, über einen kleinen Berg nach Marburg. Entlang der Drau ging es durch die Stadt, vorbei an den Weinbergen, durch die Auen der Drau bis hin zu unserem Hotel, wo wir diese Nacht verbrachten.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Sonntag, 30. Mai 2010

Nach einen ausgiebigen Frühstück und der Morgenandacht fuhren wir weiter in Richtung Ptuj und die slowenisch kroatische Grenze. Nach der Passabfertigung waren wir uns nicht schlüssig, ob wir über die Autobahngrenze oder doch über die alte Grenze fahren sollten. Wir Radfahrer entschlossen uns für die alte Grenze. Der Begleitbus nutzte den neuen Übergang.

Bald wurden wir, die wir uns für die alte Grenze entschieden hatten eines besseren belehrt. Wir waren am falschen Weg, denn der Übergang war nicht besetzt. Nichts desto Trotz setzten wir unsere Fahrt entlang der Autobahn fort. Durch viele kleine Dörfer radelten wir den Fluss Krapina entlang, der bei Zagreb in die Save mündet.

Mitten in der Steppenlandschaft fanden wir einen schönen Platz unter freien Himmel, der für ein Mittagessen hervorragend geeignet war. Gut gestärkt ging es weiter, über eine kleine Anhöhe und wurden von einer wunderschönen Aussicht überrascht. Vor uns lag ein besiedeltes Tal mit vielen kleinen Dörfern in etwas dämmrigem Licht, dazwischen Sonnenschein und Regenwolken. Es war malerisch schön.

Kurz vor Zagreb warteten wir zusammen. Es gab eine Lagebesprechung zur Durchfahrt durch das Verkehrsgewühl der Großstadt und los ging es. Zuerst eine lange Gerade, dann mal rechts und mal links, über die Save, durch einen Park und schon waren wir durch. Dicke Regenwolken begleiteten uns und wir rechneten jeden Augenblick damit nass zu werden. Doch wir kamen trocken zu unseren Hotel in Velka Gorica an. Gemeinsam gingen wir dan in ein Gasthaus zum Abendessen.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Montag, 31. Mai 2010

Der Blick aus dem Fenster lies uns erahnen das der heutige Tag ein nasses Vergnügen wird. Unbeirrt gingen wir aber gut gelaunt zum Frühstück. Heute würde sich zeigen was unsere Regenkleidung wert ist. Nach der Morgenandacht ging es los. Zuerst leichter Regen dann starker Regen. So ging es dahin durch schöne Laubwälder, Hügel auf Hügel ab, durch eine Gegend die zum Bleiben einlädt – vorausgesetzt es ist trocken. Nebel, nasse Felder und Wiesen wechselten sich ab bis hin zu einer Pizzeria, wo wir für unser Mittagessen Unterschlupf fanden.

Wohlig warm durch den Pizzaofen war es hier sehr gemütlich. Gut gestärkt setzten wir unsere Fahrt fort durch ein weites eher unberührtes Tal. Riesige Bienenstöcke auf Sattelanhängern standen immer wieder am Waldrand.

Der Anstieg der Strecke war anfangs kaum zu bemerken, doch er steigerte sich bis zum Pass Vratinik doch um Einiges, wo sich sogar ein kleiner Sonnenstrahl zeigte.

Nach einer Stärkung mit Kaffee ging die Talfahrt los. Wir sahen schon von weitem dass sich im Tal sehr viel Wasser angesammelt hatte. Viele Häuser standen bis zum Eingang unter Wasser, Wiesen und Äcker ebenso. Die Straße, auf der wir fuhren war nur schwer passierbar. Wir strampelten ziemlich tief durch Wasser. Was an uns bis jetzt noch nicht nass war wurde es mit Sicherheit jetzt.

Bald kamen wir an die bosnische Grenze und zu unserem Hotel. Jetzt war das Trocknen unserer Kleidung angesagt. Wir hofften, dass der morgige Tag trockener verlief.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Dienstag, 1. Juni 2010

Das Wetter war uns heute wirklich etwas gnädig. Zuerst erkundeten wir die Stadt, um einen Überblick über die Lebensgewohnheiten der Einwohner zu bekommen. Wir landeten auf einem sehr interessanten Markt, wo es alles zu geben schien: Milch in Mineralwasserflaschen, Gemüse, Pflanzen, Kleidung, Werkzeug, Ersatzteile, und was man sich noch alles vorstellen konnte.

Der Fluss war inzwischen sehr hoch angestiegen und überschwemmte das am Ufer liegende Restaurant. Nach der Morgenandacht ging unsere Reise durch das Tal in Richtung Banja Luka. Eine lange Ebene breitete sich vor uns aus und immer wieder passierten wir kleinere Siedlungen und Kleinstädte.

Beim Mittagessen gesellte sich ein Einheimischer zu uns, der sich sehr freute uns zu sehen. Wären wir auch gerne länger geblieben, unsere Pilgerfahrt ging weiter. Ein kleiner Hügel, dann folgte wieder eine Ebene bis kurz vor Banja Luka, wo ein kleiner Berg mit 8% Steigung die Stadt zu schützen scheint. Wir fuhren durch die Stadt, weiter in ein kleines Tal, bis zu unserem Hotel direkt am Fluss in idyllischer Lage.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Mittwoch, 2. Juni 2010

Nach dem Morgenlob fuhren wir aus dem Tal heraus. Es regnete leicht. Hohe Felsen rahmten das Tal durch welches ein reißender Fluss führte. Die Landschaft unterscheidet sich deutlich von jener, durch die wir gerade gekommen waren. Die sanften Hügel und flachen Ebenen waren in karstiges Gebiet übergegangen. Die Strasse schlängelt sich durch das Tal, begleitet von Stauwerken und langen Stauseen. Und wie sollte es anders sein: Auch heute hatten wir einen kleineren Berg zu bezwingen.

Zu Mittag kamen wir beim Heiligtum St. John an. Zuerst wurde für uns eine Hl. Messe zelebriert, dann gab es Mittagessen. Nach einem ausgiebigen Mahl, während dem wir mit dem Pfarrer einen interessante Diskussionen führten, ging die Fahrt weiter. Vorbei an Jaice mit einem Halt beim dortigen Wasserfall radelten wir durch das Tal. Schließlich kamen wir in Bugojno in unserem Hotel an.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Donnerstag, 3. Juni 2010 - Fronleichnam

Heute fuhren wir um 9:00 Uhr los.

Entlang der Hochebene, zwischen vielen Feldern, wo Kraut gepflanzt wurde, näherten wir uns Medjugorje. Die Ortsdurchfahrt von Dan Vakuf hinterließ bleibende Eindrücke. Noch immer sind zerstörte Häuser vom Jugoslawien-Krieg zu sehen. Geschäfte und das Treiben im Ort gaben uns einen kleinen Einblick in das alltägliche Leben der hier angesiedelten Menschen. Am Ortsende war wieder Treffpunkt mit dem Basisfahrzeug. Eine Apfelpause – wir hatten saftige Äpfel aus Markt Hartmannsdorf dabei -  gab uns Kraft, um den nachfolgenden Berg bewältigen zu können.

Die Radfahrer machten sich einen Treffpunkt halber Höhe des Berges aus, und dann am Pass des Makljen. Dort wartete ich mit dem Mittagessen auf sie. Dachte ich anfangs, dass ich mit der Essensmenge heute ein wenig übertrieben hatte, so wurde ich eines besseren belehrt. Die Radler brachten einen Riesenappetit mit!

Der schönste Augenblick des Tages war bis dahin wohl der Blick in ein Tal mit kleinen Dörfern, Obstgärten, Wiesen und dahinter die Berge. Noch eine weitere Kehre und wir hielten noch Mal, um die wunderschöne Gegend auf uns wirken zu lassen.

Dann überraschte ich die Radgruppe, indem ich verkündete, dass wir nicht wie vorgesehen in Jablanica nächtigen würden. Gerade hatten wir wieder einen fantastischen Ausblick auf eine Insel inmitten eines Sees. Darauf ist ein Kloster erbaut worden, das wir nun ansteuerten. Die schlecht betonierte Straße, auf der wir in Richtung Rama See unterwegs waren, nahm anfangs ein wenig von der Stimmung. Aber die Anfahrt zum See war atemberaubend schön und dann vor uns das Kloster: Eine bestens gepflegte Anlage breitete sich vor uns aus, dazu eine angenehme Ruhe. En perfekter Ort für eine erholsame Nacht.

Den Abend ließen wir in einer nahe gelegenen Gaststätte ausklingen, die uns vorzüglich bekochte.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Freitag, 4. Juni 2010

Der See lag ruhig da, die Berge spiegelten sich im Wasser, und wir nahmen schweren Herzens Abschied. Entlang des Flusses und einigen Stauseen, in denen Muscheln gezüchtet werden, fuhren wir wieder durch eine einzigartige Landschaft. Wir mussten durch Jablanica durch, wieder einen kleinen Berg hinauf und dann bis Mostar weiter bergauf entlang der Neretva. Man könnte stundenlang in die Landschaft versinken, sie einfach nur in sich aufnehmen und Kraft schöpfen.

In Mostar angekommen gab es zuerst ein leckeres Essen mit Fisch. Anschließend wurden wir durch die Altstadt geführt und sahen auch die weltberühmte Brücke, die im Jugoslawien-Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut worden war.

Weiter entlang der Neretva führte unser Weg bis nach Zitomislici, wo wir das Tal über eine Serpentinenstrasse mit raschem Anstieg verließen. Es war die letzte Steigung vor Medjugorje.

Bevor wir in den Ort Medjugorje fuhren, sammelten wir uns. Wir wollten das Erlebnis der gemeinsamen Ankunft teilen. Alexander begleitete uns im Laufschritt mit einer Marienfahne, was uns sehr berührte. Am Kirchplatz angekommen, dankten wir Maria, dass wir gut angekommen waren. Danach empfing uns der Pfarrer von Medjugorje.

Nach dem Eintreffen bei unserem Quartier, erhielten wir ein gutes Abendessen und zogen uns bald auf unsere Zimmer zurück. Die Nacht sollte eine kurze werden: Wir wollten um 4:00 Uhr morgens auf den Kreuzberg gehen.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Samstag, 5. Juni 2010

Wir hielten uns daran und brachten um 4:00 Uhr zum Gipfel des Kreuzberges auf. Als wir gegen 8:00 Uhr zurückkamen, wartete ein Frühstück auf uns. Danach besuchten wir die Heilige Messe. Patrik, ein Autohändler, legte Zeugnis von seiner Bekehrung ab.

Wir nahmen gemeinsam unser Mittagessen ein und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung. Abends wurde im Hotel ein Programm geboten und wir saßen noch in gemütlicher Runde beisammen.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

 

Sonntag, 6. Juni 2010

Die gesamte Strecke hatte die Pilgergruppe auf Fahrrädern zurückgelegt. Die Heimreise traten sie heute gemeinsam mit einer weiteren Pilgergruppe im Omnibus an.    Fotos Medjugorje Rad-PilgerTour 2010

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